schien die Sonne; außer den Stammtorhütern war die neuformierte TSG vollzählig.

"Zu uns passt er, der Sebastian Kaster!" war die Bemerkung eines Zaungastes, dem ich ganz und gar nicht widerspreche.

"Der Sebastian ist eine Granate. Ihn zeichnen Schussstärke und Kopfballspiel aus. Er ist einer, der sich den Ball an der Mittellinie schnappt, zwei Mann aussteigen lässt und aus 30 Metern trifft", hält Manfred Hönig, Ex-Trainer des VfR Bürstadt, große Stücke auf seinen Schützling.

Der Trainer von Sebastians Exclub, VfR Bürstadt, hat sich mittlerweile zurückgezogen. Dadurch verließen mit Kaster und Özgün zwei großartige Leistungsträger den Verein, was den Abstieg des Hessen Verbandsliga-meisters in die Kreisklasse nach sich zog.

Der am 12.09.89 geborene Sebastian macht jedoch keinen Hehl daraus, dass ihm die berufliche Laufbahn wichtiger ist als ein Engagement bei einem höherklassigen Klub ("Fußball macht mir Spaß, doch der Beruf steht nun mal im Vordergrund").

Sein Vater Karl-Heinz Kaster war früher Verteidiger und spielte auch in der Südwestauswahl - wie später der Filius. Nach einem halbjährigen Judo-Engagement begann Sebastian Kaster seine Fußballer-Laufbahn 1997 im E-Junioren-Team von TuS Sausenheim, ehe er 1998 zu den D-Junioren des VfR Grünstadt wechselte. Nach dem ersten B-Juniorenjahr war 2005 der SV Horchheim die nächste Station des Torjägers.

Von den C- bis A-Junioren wurde Sebastian Kaster regelmäßig zu Lehrgängen im DFB-Stützpunkt Frankenthal eingeladen, für die er sich über die Kreisauswahl empfohlen hatte. Es folgten Einsätze in der Südwestauswahl.

In seiner ersten Saison im Seniorenbereich (2008/09) schoss Sebastian Kaster den SV Horchheim mit 29 Treffern fast im Alleingang zur Meisterschaft in der Bezirksoberliga. In der Landesliga-Spielzeit 2009/10 waren es immerhin 21 gewesen. "Ich werde immer wieder darauf angesprochen - aber leider ist da gar nichts dran", räumt Sebastian Kaster mit dem Gerücht auf, dass einst Borussia Dortmund um ihn geworben haben soll.      Bis 2010 ging der Rechtsfuß für den SV Horchheim auf Torejagd. 2012 wurde Kaster Kreisoberliga-Torjäger (47 Treffer), bevor er Trainer Manfred Hönig vom FC Einhausen zum VfR Bürstadt folgte. Der smarte Fußballer, Polizist mit Leidenschaft, macht einen sympathischen Eindruck. "Da waren einige Clubs an mir dran" sagt er. "Ich kenne Tilly, Sebastian Schulz und Kevin Krezdorn, dann war die Entscheidung für die TSG eine logische Folge. Nach Pfeddersheim fahre ich gerade mal 15 km, auch das war mit ein Grund."                                         Seine Ziele für die neue Saison formuliert er so: "Verletzungsfrei bleiben und so oft wie möglich Tore machen".

Der zur Zeit nicht liierte TSG-Spieler liebt den Sport, geht mit Freunden aus und grillt leidenschaftlich gern. Der im Sternzeichen Jungfrau geborene Grünstädter ist genau 1 Tag älter als Thomas Müller. Ein gutes Omen für die TSG. Wirklich: Zu uns passter, der Sebastian Kaster!

Zu- und Abgänge TSG Pfeddersheim 2014/15

Zugänge Abgänge

Tobias Bräuner (1. FC Kaiserslautern II)

Philipp Stiller (SV Waldhof Mannheim)

Steffen Litzel (FC Arminia Ludwigshafen)

Sebastian Kaster (VfR Bürstadt)

Michael Mo Amar (FC Hofheim)

Kevin Krezdorn (FC Bensheim)

Philipp Bach (eigen Jugend)

Nicolai Rühm (Meisterschule)

Jakob Siebecker (Studium)

Marcel Veek (beufl. Umorientierung)

Matthias Lang (Laufbahnende)

Arijan Berisha (Laufbahnende)

Mario Cuc (VfR Wormatia U23)

Bartosz Franke

Uwe Gettkandt

Ach ja... einen ....     "Es überwiegt eigentlich beides."   Lukas Podolski auf die Frage, ob er sich mehr über sein Tor freue oder über das Unentschieden ärgere

und noch einen...

Wilfried Mohren (zu den WM-Leistungen der Kilt-Träger):  Die Schotten sind meistens eher zu Hause als ihre Postkarten.