Lohnender Einsatz: Die Pfeddersheimer Simon Bundenthal (links) und Mathias Tillschneider bremsen Hassia-Angreifer Fabian Liesenfeld. Foto: Edgar Daudistel

 

Pfeddersheimer möchten nach Pokalerfolg aber auch gegen Schott Mainz punkten

Diese Schlussoffensive hat sich gelohnt: Dank der Tore durch Markus Moh Amar und Sebastian Schulz machten die Fußballer der TSG Pfeddersheim am Mittwoch in der Verbandspokal-Partie bei Hassia Bingen in der Endphase aus einem 0:1-Rückstand noch einen 2:1-Sieg. Und der Lohn sollte tags darauf bei der Auslosung des Achtelfinales folgen: Am 28. September erwartet die TSG die Regionalliga-Truppe von Wormatia Worms.

„Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht“, urteilte Norbert Hess, nachdem sich die Kunde über diverse Netzwerke verbreitet hatte. In einem Pflichtspiel auf Wormatia zu treffen sei natürlich eine tolle Herausforderung für ihn und seine Mannschaft. Einzig: Der TSG-Trainer hätte auch damit leben können, die Partie zu einem späteren Zeitpunkt zu spielen: „Schließlich scheidet einer der beiden Wormser Vereine dadurch frühzeitig aus.“

Mehr möchte sich Hess mit dieser Thematik allerdings erst mal gar nicht befassen. Schließlich kehrt schon am Samstag wieder der „Alltag“ ein, und der heißt Oberliga, heißt Schott Mainz. Wobei: Wenn er nach vorne schaut, kommt Hess doch wieder an zwei, drei Punkten der Partie vom Mittwoch nicht vorbei. Da ist zum einen der positive Aspekt der spielerischen Leistung: „Fußballerisch war das von uns ein klasse Spiel“, findet der Coach, der die späte Wende deshalb auch mit der enormen Laufleistung, die dadurch seitens der in der Verbandsliga einsortierten Gastgeber notwendig wurde, in Verbindung bringt: „Der Gegner wollte nur kontern und hatte Mühe uns zu folgen.“ Und hervorzuheben sei außerdem noch die Moral, mit der es gelungen war, trotz der Hinausstellung von Mathias Tillschneider die Partie zu drehen.

Negativ allerdings: Trotz aller spielerischen Dominanz, in die gefährliche Zone, das räumt selbst Hess ein, sei seine Mannschaft kaum gekommen. Und weil mit den Torchancen eben auch die Tore ausblieben, kostete der Husarenritt am Hessenhaus letztlich auch unheimlich viel Kraft. Anders, so die Vermutung von Hess, dürfte es da für den TSV Schott Mainz gelaufen sein. Die Landeshauptstädter sind am Samstag der nächste TSG-Gegner in der Oberliga – und schonten beim eigenen Pokalsieg gegen West-Landesligist SV Nanzdietschweiler wohl einige Stammkräfte. Und weil die Mainzer („gute Grundordnung, klasse Fußballer“) auch noch auf Rang drei zu finden sind, sieht Hess die Gäste als „leicht favorisiert“ an. Aber: „Wir wollen dran bleiben, das Gefühl aus dem Pokal in die Liga tragen.“

Autor: Carsten Schröder