Andreas Buch köpft Pfeddersheimer TSG gegen Burgbrohl zum mehr als verdienten 1:0-Sieg

Burgbrohl. Torschütze Andreas Buch gab sich selbstkritisch: „Wir haben in der zweiten Hälfte unglaublich viele Möglichkeiten ausgelassen – auch ich“. Andernfalls hätte die Spvgg. Burgbrohl, die nur 0:1 gegen den Oberliga-Konkurrenten TSG Pfeddersheim unterlag, ein Desaster erlebt: „6:0, 7:0 hätten wir gewinnen können“, bestätigte TSG-Coach Norbert Hess nach dem zweiten Dreier in Folge.

Für die TSG war es eigentlich ein traumhaftes Spiel. Schon nach elf Minuten führte sie durch den Kopfballtreffer von Andreas Buch. Nach 50 Minuten war sie mit einem Mann in Überzahl, weil Kuss Kunzikas Notbremse gegen Sebastian Kaster mit Rot geahndet wurde. Den parallel verhängten Elfer verschoss der Gefoulte spektakulär. Es war eine der Riesenchancen, die sich in der zweiten Hälfte laut Hess „im Fünf-Minuten-Takt ergaben“. Fünf Minuten vorm Ende quittierte mit Charles Budde der zweite Burgbrohler, diesmal wegen Schiedsrichterbeleidigung, eine Rote Karte. Aber selbst aus diesem Vorteil vermochte die TSG Pfeddersheim kein weiteres Kapital zu schlagen.

Das 1:0 war sehenswert. Nach einer geschickten Eckballvariante schoss Kaster aus 16 Metern aufs Tor. Ein Burgbrohler haute den Ball gerade eben so noch von der Linie, direkt auf Abdullah Köse, der links hinten zur Absicherung stand. Ohne zu zögern, setzte der Neue ein kurzes Solo an und flankte in die Mitte. Buch: „Genau so, wie wir es ihm immer sagen.“ Dass der anschließende Kopfball im Tor landete, räumte Buch später ein, war auch ein bisschen Glück. Aber das hat nun mal der Tüchtige ...

Nach dem Wechsel hätte die TSG vorzeitig für die endgültige Entscheidung sorgen müssen. Aber der Ball wollte an diesem Nachmittag kein zweites Mal über die Linie. Deutlich wurde das beim Elfer, den Sebastian Kaster vergab. Wie Philipp Lahm vom FC Bayern München, erinnert sich Norbert Hess, rutschte der Pfeddersheimer Aktivposten beim Schuss aus. Der Ball ging meilenweit am Tor vorbei. „So was habe ich live noch nie gesehen“, meinte der Hess schmunzelnd – auch wenn ihm die Summe der vergebenen Möglichkeiten überhaupt nicht schmeckte.

Letztlich schien es egal, was die Pfeddersheimer probierten. Mann gegen Mann gegen den Torhüter Marcel Behr ging genauso schief wie das Überzahlspiel. Und es war offenbar auch unerheblich, wer es versuchte. Im Grunde trugen sich alle Offensivkräfte in die Liste der Fehlversuche ein. Buch, der eingewechselte Kevin Gotel, Sebastian Kaster, jeder hatte seine glasklaren Möglichkeiten.

TSG Pfeddersheim: Sanyang – Lutz, Litzel, Tillschneider, Ludwig – Bundenthal – Schulz (71. Moh Amar), Kaster (60. Gotel), Krist, Köse – Buch (85. Wörzler).