was ging denn hier ab? 39 Tore in 8 Spielen! In Ingelheim hatten sie wahrscheinlich vergessen, die Torleute zu wecken, die waren bestimmt noch in der Kabine, als auf dem Feld sage und schreibe 12 Tore fielen. Schade für die Finthener, wenn man schon 5mal trifft und dann noch als Verlierer den Platz verlassen muss. Irgendwie hatte ich den Fontanen beide Daumen gedrückt.

Unsere Jungs haben die Hürde in Kusel mit 2:0 genommen, d.h., wir sind immer noch ungeschlagen und Torsten Müller hat in 20 Spielen gerade mal 11 Törchen kassiert. In 11 Spielen hielt unser Keeper seinen Kasten sauber, spielte also 11mal zu Null.

"der sieht doch gut aus, und man kann klasse drauf spielen", war die einhellige Meinung des Schiedsrichtergespanns am letzten Samstag, so eine Stund vor Spielbeginn gegen Dudenhofen. "Da sollten Sie mal die anderen Äcker sehen, auf denen heute gespielt wird", ergänzte Florian Benedum, der mit seinem Team eine sehr gute Leistung an diesem Tag zeigte.

Sein Assistent, Mario Mai, kann sich schon mal ein Zimmer in Pedderschem suchen, denn dieser war schon das vierte Mal in dieser Saison im UBS.

traf Paul Hoppel mit seiner Frau Paula eine schwerwiegende Entscheidung: „Lasst uns ein für allemal die Wingerte sauber halten, ab sofort wird im Uwe Becker Stadion der Darm entleert.“

Alle waren sie froh, die Hoppels, sogar die Kleinen konnten dem Ganzen etwas Positives abgewinnen, war man doch endlich am Ziel der Träume: Da, wo Kevin und Co. rumballern, da, wo Thorsten seinen Kasten sauberhält, da, wo der Tabellenführer der Verbandsliga mit seiner Mannschaft überlegen seine Matches gewann (fast alle!), da lass uns hingehen und rumflatulisieren.

lenkt man sein Augenmerk automatisch auf andere Dinge, die angeblich wichtig sind. Wir können einigen Größen dankbar sein – u. a. auch Politikern, dass die Medien überhaupt etwas zu berichten haben. In Hamburg randalieren Fans bei einem Hallenturnier, die Handballer gewinnen mal gegen Ungarn, die Wasserballer schlagen Kanada und unsere Wintersportler kommen ohne große Unfälle ans Ziel. Die Menschen des Jahres werden gekürt und Wettenfuzzi Thomas Gottschalk hat immer noch keinen Nachfolger präsentiert. Wenn das mal gut geht!

Unsere Freunde von der Alzeyer Straße freuen sich, zu Recht, über die bisherige Saison in der Regionalliga und an die Baustellen in der Stadt haben wir uns mittlerweile gewöhnt.

Aber was zum Teufel macht unsere TSG. Gibt’s die noch? In der Presse kaum wahrnehmbar, haben zwei „Neue“ angeheuert. Lucas Oberle aus Waldalgesheim kommend und Gregor Ehrlich von Treuenstätt (da freue ich mich auf die erste Ansage im Stadion) aus Dittelsheim Hessloch, bereichern die Offensive und Defensive. Ich nehme an, Norbert Hess wird den beiden schon gesagt haben, dass dies wenig zu bedeuten hat. In den letzten Spielen spielte, bis auf unseren Torwart, jeder jede Position – und das war gut und erfolgreich so.

Ich behaupte nicht, dass ich nicht weiß, was ich mit meinem Wochenende anfangen soll, aber das gewisse Kribbeln (wie hotten die TSG gschbielt, was hotten Mutterstadt gemacht und wie laafts in Dudenhofe und Ingelem?) ist im neuen Jahr noch nicht spürbar. Ich bin sicher, des kummt noch! Das Vorbereitungsprogramm ist dicht und alle sind sich bei der TSG ihrer Aufgabe bewusst. Ich bin übrigens fest davon überzeugt, dass es dem Team der TSG völlig schnuppe ist, ob Herr Wulff oder eine andere Bundespräsidentin zum Aufstieg in die Oberliga Südwest am 19.05.12 in Ludwigshafen gratuliert.

 

Ach ja…

einen hab ich noch von Max Merkel:

 

Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: Sauft's weiter.

John Toshack (als Trainer von Real Madrid) sagte einmal:


„Am Montag nehme ich mir vor, zur nächsten Partie zehn Spieler auszuwechseln. Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag noch vier Spieler. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, dass ich doch wieder dieselben elf Scheißkerle einsetzen muss wie in der Vorwoche.“  

Und der gute alte Mehmet Scholl meinte:

Ich hatte noch nie Streit mit meiner Frau. Bis auf das eine Mal, als sie mit aufs Hochzeitsfoto wollte.

Uwe Gettkandt Worms

„Keine Rote und keine Gelb-Rote Karte sowie null Euro Strafkosten und Ordnungsgeld - die TSG Kaiserslautern ist in Sachen Fair-Play das Aushängeschild in der Vorrunde der Fußball-Verbandsliga. Und wurde dafür bei der Rückrundenbesprechung in Mainz ausdrücklich gelobt. Jürgen Veth erhofft sich wohl, dass andere Mannschaften sich die TSG zum Vorbild nehmen“.

Ich hoffe Herr Veth ist mir nicht böse, wenn ich davon abrate, sich im Fairplay-Wettbewerb die TSG Kaiserslautern als Vorbild zu nehmen. Schon am Tag seiner Aussagen, stand die TSG Pfeddersheim an der Spitze der Fair-Play-Wertung. Am Jahresende liegt Lautern gar auf Platz 6.

Unser Team hat in 18 Spielen gerade mal 24 gelbe Karten gesehen, 1 x gelb/rot und dann ist auch schon Ende im Gelände. Meine absolute Hochachtung vor diesem Team, Chapeau TSG.

Platz

Mannschaft

Spiele

gelb

gerogelb-rot

rot

Pkt.Punkte

Quot.Quotient

1.

TSG Pfeddersheim

18

24

1

0

27

1.50

2.

SpVgg. Ingelheim

18

30

1

1

38

2.11

3.

VfB Bodenheim

18

34

0

1

39

2.17

4.

SG Blaubach-Diedelkopf

18

32

0

2

42

2.33

5.

SV Südwest Lu'hafen

18

27

1

3

45

2.50

6.

TSG Kaiserslautern

18

41

2

0

47

2.61

Diese Wertung zeigt, dass sich unsere Jungs auf ihre Stärken besonnen haben und von der Einstellung her, sich an die Forderungen der Trainer gehalten haben.

Wenn ich mir die Topscorer der Verbandsliga anschaue, dann fällt mir zu der Nr.1, Kevin Gotel, ein Spruch von Norbert Nachtweih (über Dieter Hoeneß) ein:

„Der springt so hoch, wenn der wieder runterkommt, liegt auf seiner Birne Schnee:“

Das letzte Spiel in Ludwigshafen hat gezeigt, wie einer für den anderen einspringt. Verletzungsbedingte Auswechslungen führten nicht zum Chaos, sondern zu einer Trotzreaktion. Es ist zurzeit ganz entscheidend, dass das Team und nicht der Einzelne im Mittelpunkt steht.

Die Winterpause kommt gerade recht. In der Vergangenheit hat diese Pause der TSG nicht immer gut getan. Arminia Ludwigshafen und Gonsenheim hatten in den letzten beiden Jahren die Nase vorn. Ich bin überzeugt, dass wir diesmal eine entschlossene und hungrige TSG Elf sehen werden, bei der es auch mannschaftlich stimmt. Bang ist mir deshalb vor den nächsten Spielen nicht. Nur schade, dass es bis dahin noch eine Ewigkeit dauert.

An dieser Stelle wünsche ich allen Spielern und Trainern eine tolle Weihnachtszeit, mit viel Freude und Erholung. Ladet die Batterie wieder auf – im nächsten Jahr geht es in der Verbandsliga rund. Hoffentlich mit einem für uns brillantem Ende.

Einen guten Start in das Jahr 2012 wünscht

Uwe Gettkandt

PS: Der Kabarettist Richard Rogler gab einmal zum Besten:

Bei der Fußball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Warum? Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten - und auf der anderen Seite Kamerun!

Am 17.11.11 berichtete die „Rheinpfalz“, dass Hakan Atik, Spielertrainer des TDSV Mutterstadt, sein Team in der Winterpause verstärken wolle.“Schönspieler bringen uns nicht weiter!“ wird er in der Zeitung zitiert. Das war vor dem Spiel der Mutterstädter in Dudenhofen. Mittlerweile stellt sich die Frage, auf welche Mannschaft(en) man ein besonderes Augenmerk legen sollte. Wir wissen, dass 9 Punkte Vorsprung im Fußball, bei noch 15 ausstehenden Spielen, gar nichts bedeutet.

Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass aus Ingelheim, Dudenhofen und Hohenecken mehr Gefahr zu erwarten ist. Auch SV Südwest präsentierte sich auf „Augenhöhe“ bei der TSG.

Aus diesem Grund gibt es am nächsten Samstag um 15:00 wieder mal ein „sehr wichtiges Spiel“ für die TSG. Übrigens bin ich fest überzeugt, dass es überhaupt keine unwichtigen Spiele mehr für Norbert Hess und seine Mannen geben wird.

Also TSG Fans, der Samstag ist Pflicht. Wir erwarten Euch im UBS* bei jedem Wetter. Es ist das letzte Heimspiel vor der Winterpause. Dann müssen wir bis Ende Februar warten…

 

*Uwe Becker Stadion

 

Uwe Gettkandt